Rezension
Ullrich Sachse: Cäsar in Sanssouci
(…) Sachse zeigt auf, wie Friedrich II. Ideen der klassischen Antike rezipierte und welche eigenen Ideen er unter dem Einfluss der antiken Denker entwickelte. Er erörtert dabei nicht nur das Verhältnis Friedrichs II. zur antiken Geschichte, sondern auch zu antiken Denkern wie Cicero, Polybios und Tacitus. Daneben kommt aber auch sein Verhältnis zu neuzeitlichen Denkern und zu deren Antikenbild zur Sprache; zu nennen sind neben Machiavelli, an dem Friedrich sich abarbeitete, seine Zeitgenossen Montesquieu, Voltaire und Rousseau. (…) Insgesamt ist es Ullrich Sachse gelungen, hinter den vielen Bezugnahmen Friedrichs des Großen auf die Antike die strukturierenden Leitideen herauszuarbeiten. Damit ermöglicht er einen neuen Blick auf das Geschichtsbild desjenigen, der in Sanssouci nicht nur König, sondern auch Philosoph sein wollte.
Christian Kühner, H-Soz-u-Kult 26.10.2009
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