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Cäsar in Sanssouci

Beiträge zur Geschichtswissenschaft

Cäsar in Sanssouci

Die Politik Friedrichs des Großen und die Antike

Sachse, Ullrich

ISBN: 978-3-86520-339-7
Allitera
300 S., Paperback
€ 32.00

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In Sanssouci – so Voltaire – soupiere man mit Scipio, Cicero, Cäsar, Augustus, Trajan und Marc Aurel. Was mochten diese einst wirkmächtigen Persönlichkeiten einem aufgeklärten Monarchen in seine Politik-, Kultur- und Gesellschaftsentwürfe zu diktieren gewusst haben? Welche Auffassungen und Motive bewogen ihn, die Entwicklungen des römischen Staatswesens zum Archetypus verfassungs- und gesellschaftspolitischer Prozesse in den europäischen Staaten zu bestimmen? Ausgehend von einer Diskussion des friderizianischen Geschichtsverständnisses versucht das Buch, den Einfluss der Überlieferungen antiker Autoren auf die Politik- und Gesellschaftskonzepte Friedrichs des Großen herauszupräparieren. Dessen Gedankengänge zu verfassungs-, staats-, gesellschafts- und kulturpolitischen Problemstellungen werden nachgezeichnet und in ihrem Bezug zum politischen Geschehen seiner Zeit und zu den vielfältigen Denkspielen in der europäischen Gelehrtenwelt analysiert.


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Rezension

Ullrich Sachse: Cäsar in Sanssouci
(…) Sachse zeigt auf, wie Friedrich II. Ideen der klassischen Antike rezipierte und welche eigenen Ideen er unter dem Einfluss der antiken Denker entwickelte. Er erörtert dabei nicht nur das Verhältnis Friedrichs II. zur antiken Geschichte, sondern auch zu antiken Denkern wie Cicero, Polybios und Tacitus. Daneben kommt aber auch sein Verhältnis zu neuzeitlichen Denkern und zu deren Antikenbild zur Sprache; zu nennen sind neben Machiavelli, an dem Friedrich sich abarbeitete, seine Zeitgenossen Montesquieu, Voltaire und Rousseau. (…) Insgesamt ist es Ullrich Sachse gelungen, hinter den vielen Bezugnahmen Friedrichs des Großen auf die Antike die strukturierenden Leitideen herauszuarbeiten. Damit ermöglicht er einen neuen Blick auf das Geschichtsbild desjenigen, der in Sanssouci nicht nur König, sondern auch Philosoph sein wollte.

Christian Kühner, H-Soz-u-Kult 26.10.2009